Eine Familie zieht um nach Kolumbien – Teil 2: Ankunft und erste Wochen

    
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    Für den Blog, 02. November 2022

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Seit drei Wochen sind wir nun in Kolumbien. Der Flug hierher hat mit unserem Kleinen gut funktioniert und es ist auch alles angekommen. Wir sind mit 5 großen Koffern, 3 Handgepäckkoffern, 3 „personal items“ und einem Buggy nach Kolumbien geflogen. Schon in Deutschland hatten wir einen Transfer gebucht, der uns vom Flughafen ins Hotel brachte und das war auch gut so. Es kam ein riesiger Wagen, in den tatsächlich alles reingepasst hat. Dann doch erschöpft waren wir froh, als wir in einem kleinen Hotel in Medellin angekommen waren. Hier sind wir für 4 Tage geblieben, um die wichtigsten Dinge zu regeln. Das mit dem Auto war erfreulicher Weise sehr einfach, denn nach unserem letzten Blogbeitrag hat sich ein Freund aus Medellin bei uns gemeldet, der sein Auto verkaufen wollte. Also haben wir zugeschlagen. Ansonsten haben wir in Medellin Papierkram auf der Einwanderungsbehörde geregelt, eine Waschmaschine gekauft und Familie besucht. Und wie das hier so ist, klingt das gar nicht so viel für 3 Tage, aber hier ticken die Uhren anders und man braucht viel Zeit.

Nach unserer Zeit in Medellin sind wir dann im eigenen Auto, vollgepackt bis unters Dach, zu unserer Finca Emilio in Fredonia gefahren. Die Anreise war abenteuerlich, denn der Weg vom Städtchen bis in den Ortsteil war durch den vielen Regen noch schlechter als beim letzten Besuch vor 9 Monaten. Aber es war machbar. Wir waren sehr froh, als wir angekommen waren und dort auch von einem Nachbarn im Empfang genommen wurden. Es war für mich ein schönes Gefühl in ein neues Zuhause zu kommen, in dem Licht brennt und jemand auf einen wartet. Die Leute hier sind generell wahnsinnig nett und hilfsbereit. In den 3 Wochen, die wir nun auf der Finca sind, haben wir einen Nachbarn gefunden, der uns auf seinem Maultier frische Milch für unseren Sohn bringt, einen der bei Bedarf Gemüse vom Markt aus dem Städtchen zu uns bringt, einen von dem wir Fleisch und Fisch beziehen können und viele andere, die uns geduldig alles hier erklären und immer Zeit für ein Schwätzchen haben. Denn Internet hilft hier nichts, man braucht Dorf-Connections!

Finca Emilio

Der Wechsel aus einer Kleinstadt in Bayern in ein Bergdorf in den Anden ist aber natürlich dennoch groß. Zudem sind wir auf 1.800 m Höhe und ich habe die ersten Tage sowas von viel geschlafen. Das war wohl die Anpassung an die Höhenluft, aber auch an ein komplett neues Umfeld.

Es ist wunderschön hier, wir haben einen gigantischen Ausblick, viele Vögel und einfach viel Natur. Auch wenn das bedeutet, dass wir u.a. schon kleine Skorpione (Alakrane) zu Besuch hatten.

Skorpion (Alacran)

Die Zeit läuft langsamer. Alle Handwerker, die hier waren, um sich etwas anzuschauen, waren ca. 3 Stunden hier und haben mit uns Kaffee getrunken. Es ist wirklich entschleunigend. Aber manchmal auch etwas anstrengend. Hier das Beispiel der Waschmaschine. Beim Kauf der Waschmaschine wurde uns mehrfach versichert, dass diese bis in die Finca geliefert wird. Wir sollen nur den ganzen Tag dort sein, dass wir sie in Empfang nehmen können. Das waren wir, aber es kam niemand. Am nächsten Morgen um kurz nach 7 wurden wir angerufen, dass die Waschmaschine nun auf dem Rückweg ist, weil wir sie nicht entgegengenommen hatten. Der Fahrer hatte sich geweigert in unseren Ortsteil zu fahren. Die Kontaktdaten der netten Verkäuferin haben uns nichts geholfen, da kein Anruf beantwortet wurde. Über Zentralen und viel Hin- und Her-Telefoniererei haben wir es dann geschafft, dass die Waschmaschine nochmals bis nach Fredonia (also ins Zentrum) geliefert wurde und dort haben wir sie dann abgeholt – und sind dabei 3mal am Berg hängen geblieben. Dann hatten wir die Waschmaschine endlich hier und wollten sie natürlich anschließen. Aber der mitgelieferte Schlauch war so kurz, dass es nicht ging. Der nächste Eisenwarenhandel im Zentrum 50 min entfernt. Also haben wir hier versucht mit Schläuchen und Anschlüssen zu improvisieren, um die Maschine zum Laufen zu bringen. Nach 2 Wochen auf der Finca in der Regenzeit war Waschen dringend nötig. Ich weiß nicht, wie viele Stunden wir investiert haben, aber schlussendlich haben wir sie in den Garten neben den Anschluss dort gestellt und einfach gehofft, dass es nicht regnet. Die nächste Überraschung für mich war, dass wir eine Waschmaschine gekauft haben, mit der man auch „warm“ waschen kann. Aber dafür braucht man hier einen Warmwasserzufluss, wie wir dann entdeckt haben und nicht wie in D nur einen kalten. Nachdem wir in der Finca nur kaltes Wasser haben (die Duschen haben Durchlauferhitzer) können wir nun erstmal nur mit kaltem Wasser waschen. Es ist alles nichts Dramatisches, aber in diesem Stil vergingen die letzten 2 Wochen mit vielen solcher Erlebnisse. Dennoch haben wir einiges vorwärts bekommen und wie geschrieben auch viele Schönes erlebt. Und unser Kleiner ist den ganzen Tag draußen, spielt oder will uns helfen, die Finca schön zu machen. Wir haben keinen Esstisch drinnen. Wir essen immer draußen, da wir eine ums Haus herumlaufende Veranda haben, so dass wir auch bei Regen trocken bleiben.

Und nach einem insgesamt guten Start und einem tollen Gefühl hier zu sein, freuen wir uns nicht nur auf die hoffentlich im Dezember anfangende Trockenzeit, sondern auch auf die Arbeiten, die ab nächster Woche die Handwerker an der Finca machen werden, so dass wir uns hier noch heimeliger fühlen werden und auch im Nebengebäude unser Gästezimmer mit Balkon fertig wird. Dann sind Familie, Freunde und Gäste herzlich willkommen!

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Llevamos tres semanas en Colombia. El vuelo funcionó bien con nuestro pequeño y todas las maletas llegaron sin problema. Volamos a Colombia con 5 maletas grandes, 3 maletas de equipaje de mano, 3 „objetos personales“ y un coche pequeño para pasear a nuestro hijo. Por suerte, desde Alemania habíamos reservado transportación, un coche enorme en el que nos cupo todo. Luego, agotados, nos alegramos cuando llegamos a un pequeño hotel de Medellín. Nos quedamos aquí durante 4 días para ocuparnos de las cosas más importantes. Conseguir un vehículo fue afortunadamente muy fácil, porque después de nuestra última entrada en el blog, un amigo de Medellín se puso en contacto con nosotros informándonos que quería vender su coche. Entonces lo vimos y nos gustó. En los otros dias, hicimos algunos trámites en la oficina de inmigración de Medellín, compramos una lavadora y visitamos a la familia. Y tal y como es aquí, eso no parece mucho para 3 días, pero aquí los es ya que el ritmo de vida es mucho más lento. „Los relojes funcionan diferente y se necesita más tiempo de lo normal para muchas cosas“

Después de nuestro tiempo en Medellín, nos dirigimos en nuestro propio coche, lleno hasta el techo, a nuestra Finca Emilio en Fredonia. El viaje fue aventurero, porque la carretera desde el pequeño pueblo hasta el distrito estaba aún peor que en nuestra última visita hace 9 meses debido a toda la lluvia. Pero lo logramos. Estábamos muy contentos cuando llegamos y nos recibió un vecino. Fue una sensación agradable para nuestra familia llegar a un nuevo hogar donde las luces estaban encendidas y alguien te está esperando. La gente aquí es en general muy agradable y servicial. En las tres semanas que llevamos en la finca, hemos encontrado un vecino que nos trae leche fresca para nuestro hijo en su mula, otro que nos trae verduras del mercado del pueblo cuando las necesitamos, otro al que podemos comprar carne y pescado, y muchos otros que nos explican todo con paciencia y siempre tienen tiempo para charlar. Porque aquí no sirve Internet, ¡se necesitan las conexiones del pueblo!

Es hermoso aquí, tenemos una vista gigantesca, muchos pájaros y simplemente mucha naturaleza. Aunque eso signifique que ya nos han visitado, entre otras cosas, pequeños escorpiones (alacranes). Aquí el tiempo corre más lento. Todas las personas que nos ayudaran a arreglar cosas en la casa estuvieron aquí unas 3 horas y tomaron café con nosotros. Realmente se está desacelerando. Pero a veces también es un poco agotador. Por ejemplo, cuando visitamos un almacén para comprar la lavadora ya que nos aseguraron varias veces que la entregarían en la finca. Sólo debíamos estar allí todo el día para poder recibirlo. Fuimos, pero no vino nadie. A la mañana siguiente, poco después de las 7, nos llamaron para decir que la lavadora estaba de vuelta porque no la habíamos recibido. El conductor se había negado a ir hasta nuestra vereda. Los datos de contacto de la simpática vendedora no nos sirvieron de nada, ya que no se respondió a ninguna llamada. Conseguimos que nos entregaran la lavadora en Fredonia (es decir, en el centro de la ciudad) a través de una oficina central y un montón de llamadas telefónicas de ida y vuelta, en la transportación (Nosotros mismos) quedamos atascados en la montaña 3 veces. Entonces finalmente tuvimos la lavadora aquí, queríamos conectarla por supuesto. Pero la manguera que venía con ella era tan corta que no funcionaba. La ferretería más cercana en el centro estaba a 50 minutos de distancia. Así que tratamos de improvisar con mangueras y conexiones para hacer funcionar la máquina. Después de 2 semanas en la finca en la temporada de lluvias, el lavado era urgente. No sé cuántas horas invertimos, pero al final lo pusimos en el jardín al aire libre esperando que no lloviera.

Die Waschmaschine

La siguiente sorpresa para mí fue que compramos una lavadora con la que también se puede lavar „en caliente“. Pero para eso se necesita aquí un suministro de agua caliente directo, como aquí solo tenemos agua caliente (a diferencia de las lavadoras alemanas que calientan ellas mismas el agua fría). Como sólo tenemos agua fría en la finca (las duchas tienen calentadores de agua instantáneos), en este momento sólo podemos lavar con agua fría. No es nada dramático, pero las tres últimas semanas han transcurrido en este estilo con muchas experiencias de este tipo. Sin embargo, hemos hecho algunos progresos y, como está escrito, también hemos vivido muchas cosas bonitas. Nuestro pequeño está todo el día fuera, jugando o queriendo ayudarnos a poner bonita la finca. No tenemos una mesa de comedor en el interior. Siempre comemos fuera porque tenemos una veranda que rodea la casa, así que nos mantenemos secos incluso cuando llueve.

Después de un buen comienzo en general y una gran sensación de estar aquí, no sólo esperamos la temporada seca que, con suerte, comenzará en diciembre, sino también el trabajo que los trabajadores harán en la finca a partir de la próxima semana, para que nos podamos sentir aún más en casa. La habitación para nuestros invitados con balcón también estará pronto lista. Familia, amigos y los invitados serán muy bienvenidos!

 

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